Archiv der Kategorie 'Berichte'

Dorftour nach Dortmund – Den Naziaufmarsch verhindern!

Gemeinsamer Aufruf der Jugend Antifa Ascheberg, Antifa Werne und Autonome Antifa Lünen

In diesem Jahr wird einer unserer Schwerpunkte die Gegenaktivitäten gegen den sogenannten „Tag der deutschen Zukunft“ in Dortmund sein. Dieser Naziaufmarsch, der als Wanderpokal durch die Republik eiert und am 4. Juni 2016 vor unserer Haustür Halt macht, stellt einen Versuch dar, die verschiedenen Nazispektren (NPD, Die Rechte, Freie Kameradschaften, Der III. Weg, …) wieder näher aneinander zu bringen. Außerdem muss die zur Zeit angeschlagene rechte Szene in Dortmund beweisen, dass sie eines der zentralen Nazievents über die Bühne bringen kann. Bislang posaunen sie, ihren Aufmarsch in der Dortmunder Nordstadt durchziehen zu wollen – ob das klappt, darf bezweifelt werden. So oder so fallen uns genug weitere gute Gründe ein, im Juni nach Dortmund zu fahren und den Rechten den Tag zu ruinieren. Gemeinsam mit weiteren Gruppen aus dem sonst so „ruhigen Hinterland“ mobilisieren wir daher zu den Gegenprotesten. Im Folgenden dokumentieren wir den Aufruf des Antifaschistischen Arbeitskreises NoTddZ 2016. Mehr Infos unter http://dortmund.no-tddz.org/

„Tag der deutschen Zukunft“ in Dortmund? Gemeinsam blockieren, sabotieren,
verhindern!

Am 4. Juni 2016 soll (mehr…)

Brandanschlag am 09.01 in Ascheberg – Eine Zusammenfassung

In der Nacht vom 08.01 auf den 09.01 wurde in Ascheberg ein Brandanschlag auf eine Flüchtlingsunterkunft in der Bultenstraße verübt. Wir haben uns in den letzten Tagen näher mit dem Anschlag auseinandergesetzt und möchten euch eine kleine Übersicht der Ereignisse geben.

Zum Anschlag

Gegen 02:50 Uhr bemerkte eine Polizeistreife auf dem Weg nach Hebern den Feuerschein vor der Unterkunft und löschte den Brand mit einem Feuerlöscher. Brandursache war eine mit brennbarer Flüssigkeit gefüllte PET-Flasche die ca. 1m von der Hauswand entfernt stand. Zwar entstanden keine Schäden am Haus, allerdings wurden einige Äste einer an die Unterkunft angrenzende Tanne angebrannt. In den Presseberichten nicht erwähnt wurden kleine Böller, die rund um die Flasche gefunden wurden. Es ist allerdings unklar, ob diese im Zusammenhang mit dem Anschlag stehen. Dafür spricht die Tatsache, dass die Bewohner der Unterkunft zwischen 02:00 Uhr und 03:00 Uhr „Tock Tock Tock“ hörten von dem sie wach wurden. Sie erklärten sich diese Geräusche durch einen Defekt an der Elektrik ihrer Unterkunft. Diesen Verdacht äußerte einer von ihnen auch gegenüber den Polizisten, die 3 Minuten später die Unterkunft betraten um die Bewohner zu dem Feuer zu befragen.

Da die Bewohner (mehr…)

Abschiebeblockade in Herbern am 22.12

Rund 40 Menschen haben am Dienstagmorgen in Herbern gegen die geplante Abschiebung eines
24-jährigen Guineers protestiert. Durch eine Sitzblockade versuchten die Aktivist*innen und
Freund*innen des Betroffenen zu verhindern, dass der Mann nach Belgien überstellt werden konnte.

A. ist schwerkrank und sollte nach Belgien abgeschoben werden, obwohl er momentan in Deutschland therapiert wird. In Belgien wäre eine medizinsche Versorgung nicht gewährleistet.

Ca. 40 Mitglieder des „Bündnis gegen Abschiebung Münster“ und der Initiative „Abschiebestop Ruhr“ sowie zahlreiche Geflüchtete aus Herbern folgten unserem Aufruf und blockierten insgesamt 4 Eingänge zur Unterkunft, hängten Transparente auf und begleiteten die versuchte Abschiebung kritisch.

Die Ausländerbehörde fuhr gegen 06:10 Uhr an der Unterkunft vorbei und wartete anschließend beim nahe gelegenen Edeka auf einen Streifenwagen der Polizei. Nachdem die gegen 06:25 Uhr eingetroffenen Polizeibeamten vergeblich versuchten mögliche Organisator*innen der Aktionen bzw. „einen Verantwortlichen“ ausfindig zu machen, versuchten sie gemeinsam mit den Beamten der Ausländerbehörde eine der 4 Blockaden zu räumen.
Wie schon (mehr…)

Versuchte Abschiebeblockade in Lüdinghausen

Am Montag, 11. Mai 2015, fanden sich ca. 36 Aktivist*innen vor einer Flüchtlingsunterkunft in Lüdinghausen ein, um die Abschiebung ihres Freundes Suiney zu verhindern.

Haupteingang

Suiney ist aus Mali nach Italien geflohen und lebte seit einem halben Jahr in Lüdinghausen.
Die Abschiebung nach Italien bedeutet für ihn eine ungewisse Zukunft, da er dort wenig bis keine Chancen auf materielle bzw. finanzielle Unterstützung hat.
Im Vorfeld der Abschiebung wurde er bestmöglich von Helfer*innen auf ein Leben in Italien vorbereit. Papiere und Texte wurden auf Italienisch übersetzt, Kontakte in Italien wurden hergestellt.
Es wurde veranlasst, dass ein Arzt ihn während seiner Abschiebung begleitet, da Suiney schwer traumatisiert ist. Aufgrund seiner traumatischen Erfahrungen hat Suiney eine Reiseunfähigkeitsbescheinigung, durch die seine Abschiebung bis auf einen Tag vor Ende der Dublin-Frist hinausgezögert werden konnte.

Um diese Abschiebung zu verhindern fanden sich ca. 36 Aktivist*innen, aus Lüdinghausen, dem Kreis Coesfeld, Münster und dem Ruhrgebiet vor Suiney´s Unterkunft ein. Sie bildeten eine friedliche Sitzblockade vor dem Eingang des Gebäudes und dem Gartentor.

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In der Nordstadt war irgendwie doch Platz für Nazis…

…was irgendwie seltsam ist, wenn Mensch bedenkt, wie viel Platz die Polizei am 03.01.2015 beanspruchte (Verhätnis [Antifaschist_innen/Polizei]: [1:1,5], [Nazis/Polizei]: [1:7,5]).

Am 21.12.2014 sollte eigentlich eine Kundgebung der Partei „Die Rechte“, die ein Auffangbecken für ehemalige Mitglieder des „Nationalen Widerstands Dortmund“ ist, auf dem „Platz der Nationen“ stattfinden. Allerdings folgten 300+ Antifaschist_innen dem Aufruf von Blockado und blockierten den Weg zum Kundgebungsort, wodurch sie verhinderten, dass die Nazis ihren Müll verbreiten konnten. Stattdessen standen sie stundelang im Regen und wurden von Anwohner_innen mit Eiern beworfen. Die Polizei hatte allerdings nicht mit so vielen Menschen, die dazu bereit waren sich den Nazis in den Weg zu stellen, gerechnet und musste im Laufe des Tages immer wieder Verstärkung anfordern, weil es ihr nicht möglich war die Nazis zu ihrem Kundgebungsort zu eskortieren. Diese Überforderung resultierte in wahllosen Schlagstock- und Pfeffersprayeinsätzen gegenüber Antifaschist_innen und Kindern(!).

Die Nazis haben also am 21. gemerkt, dass sie auf diese Art nicht wirklich weit (in die Nordstadt) kommen werden.
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In der Nordstadt ist kein Platz für Nazis!

Am 21.12.2014 folgten rund 350 Antifaschist_innen und Anwohner_innen der Nordstadt dem Aufruf von Blockado und verhinderten zwei von drei Weihnachtskundgebungen der Nazis.

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Die ca. 40 Nazis mussten, nachdem sie 3 Stunden im Nieselregen und umringt von Antifaschist_innen am Rand der Leopoldstraße verbrachten, von der Polizei zurück zum Hauptbahnhof geleitet werden.
Das Blockado-Bündnis wertet den Tag als Erfolg, da die Nazis daran gehindert wurden ihr menschenverachtendes Gedankengut in der Nordstadt zu verbreiten.
Überschattet wird dieser Erfolg vom aggressiven und brutalen Verhalten der Polizist_innen, die 10 jährige Kinder mit Pfefferspray attackierten, grund- und wahllos Antifaschist_innen und Anwohner_innen angriffen und zuließen, dass ein Polizeihund sich in dem Arm eines Antifaschisten festbiss.
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Der 22.11 in Remagen (Kurzbericht)

via remagen.blogsport.de

Ab 10 Uhr trafen sich am 22.11 mehrere Hundert Menschen zur antifaschistischen Demonstration „NS Verherrlichung stoppen“. Nach einer Zwischenkundgebung und einer Schweigeminute für die Opfer des deutschen Nationalsozialismus am jüdischen Friedhof, zog die Demonstration mit inzwischen etwa 600 Teilnehmer*innen in Richtung Fachhochschule weiter. Dort fand eine Kundgebung vom Bündnis Remagen Nazifrei statt.
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HoGeSa-Demo in Köln – Gelungener Polizeieinsatz?

Am Sonntag den 26.10 versammelten sich rund 4000 Neonazis und extrem rechte Hooligans unter dem Label „Hooligans gegen Salafisten“ (HoGeSa) vor dem Kölner Hauptbahnhof und marschierten anschließend in Form einer Demonstration durchs Kölner Kunibertviertel. Die von Anfang an aggressive Stimmung resultierte nach einer Eskalation am Ebertplatz in stundenlangen Ausschreitungen rund um den Kölner Hauptbahnhof, bei denen vierundvierzig Polizist_innen sowie Bürger_innen der Stadt Köln und Pressevertreter_innen verletzt wurden. Nur siebzehn rechte Gewalttäter_innen wurden in Gewahrsam genommen. Diese, in Relation zu der Masse an Straftaten die am Sonntag durch den rechten Mob begangen wurden, niedrige Zahl, sowie die Tatsache, dass es den Nazis möglich war das Areal rund um den Kölner Hauptbahnhof in ein Schlachtfeld zu verwandeln, kommt nicht zuletzt durch ein völlig desaströses Polizeikonzept zustande. Obwohl sich bereits Wochen zuvor über 7000 Teilnehmer_innen angekündigt hatten, verfolgte die Kölner Polizei eine absolut verheerende Deeskalationsstrategie und war nur mit rund 1000 Polizist_innen im Einsatz. Die rechte Szene feiert den bundesweit größten Neonaziaufmarsch als Erfolg.
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Naziaufmarsch in Hamm am 03.10.2014

Am 03.10.2014 stellten sich die Mitglieder der „Jugend Antifa Ascheberg“, als Teil des „Werner Bündnis gegen Rechts“ erfolgreich dem, von der Partei „Die Rechte“ organisiertem, Naziaufmarsch in Hamm entgegen.
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