Am 21.12 Nazis in Dortmund blockieren!

Wann: Sonntag 21.12.2014, 15:30 Uhr
Wo: Münsterstraße Ecke Malinckrodtstraße, Dortmund (Fast direkt am Nordpol)

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Aufruf von Blockado:

Am kommenden Sonntag (21. Dezember) wollen Neonazis der Partei “Die Rechte” in der Nordstadt aufmarschieren.

Ab 16:45 Uhr ist eine Kundgebung auf dem Platz an der Münsterstraße Ecke Malinckrodtstraße geplant. Die Nazis demonstrieren gegen die Einwohner der Nordstadt. Dass hier Menschen mit verschiedenen kulturellen und sozialen Hintergründen miteinander leben, passt nicht in ihr Weltbild. Mit ihrer Demonstration versuchen die Neonazis an die so genannten PEGIDA-Demonstrationen in Dresden anzuschließen. Dort demonstrieren seit Wochen tausende Menschen gegen Muslime und Asylsuchende in Deutschland. Wir wollen, dass es in Dortmund nicht so weit kommt und stellen uns den Rechten entgegen, bevor sie eine Massenbewegung aufbauen können.

BlockaDO wird am Sonntag auf den Platz an der Münsterstraße gehen. Wir werden uns den PLatz nehmen und den Nazis so die Möglichkeit nehmen, ihre Hetze zu verbreiten. Doch dafür brauchen wir die Hilfe von allen Menschen, die sich gegen Nazis und Rassismus wehren. In der Vergangenheit konnten wir schon einige Erfolge mit unseren Blockaden verzeichnen. Auch am Sonntag kommt es auf jeden an, der mit uns gemeinsam blockiert.

Kommt um 15:30 Uhr auf den Platz Münsterstr./Malinckrodtstraße.

Der Artikel „Solidarität mit allen von Nazis Bedrohten, gegen jede rechte Hetze“ vom „Forum gegen Rassismus“ geht auf die Hintergründe der Nazikundgebung ein:

Vor einigen Tagen schon haben Dortmunder Nazis ihre Drohkulisseaufgebaut, nun ist klar: Am 21. Dezember wollen sie -wie schon seit ein paar Jahren – wieder Kundgebungen vor dem Haus vonDortmunder_innen abhalten, die ihnen bei ihrer rechten Hetze gern malunbequem werden. In diesem Jahr hat es auch ein Mitglied des Studierendenparlaments der TU Dortmund getroffen.Seit einigen Jahren halten Nazis kurz vor Weihnachten Kundgebungen vorden Wohnhäusern von Dortmunder_innen ab, die sich gegen ihrePropaganda, ihren Geschichtsrevisionismus und ihre Gewalt wenden. DasZiel ist durchschaubar: Sie wollen klar machen, dass sie ihreGegner_innen im Auge haben, sie wollen sie einschüchtern und sie wollensie mundtot machen. In diesem Jahr hat es – neben OberbürgermeisterUllrich Sierau und einem Redakteur der Ruhr Nachrichten – auch einMitglied des Studierendenparlaments der TU Dortmund getroffen.

Wir sehen diese Entwicklung mit Sorge: 2014 war ein Jahr, in dem Nazisin Dortmund in den Stadtrat eingezogen sind und sogleich gewaltvollklar gemacht haben, wofür sie stehen. Es war ein Jahr, in dem Menschenin ganz Europa antisemitischen Hass in Massen auf die Straßen trugenund in dem fast täglich tausende „besorgte Bürger“ mit Fackeln vorFlüchtlingsheime zogen und ihre rassistischen Parolen skandierten.

Dabei treten menschenverachtende Einstellungen nicht nur bei Nazis auf,sondern sind in weiten Teilen der Gesellschaft anschlussfähig, wie diejüngsten Ereignisse gezeigt haben. Mehrere Mitglieder der NRW-Führungder Partei Die Rechte, die nichts weiter ist als eineNachfolgeorganisation des 2012 verbotenen Nationalen WiderstandsDortmund, studieren oder studierten an NRW-Unis: in Bochum, inBielefeld und auch in Dortmund.

Universitäten sind kein politikfreier Raum, das Forum gegen Rassismussteht daher entschlossen hinter den angegriffenen Studierenden undhinter allen, die sich Nazis in den Weg stellen, sei es auf der Straße,in Parlamenten, in zivilgesellschaftlichen Initiativen oder auf demCampus.

Quellen:
http://www.blockado.info/nazis-der-nordstadt-blockieren/
http://fgr.blogsport.de/2014/12/08/solidaritaet-mit-allen-von-nazis-bedrohten-gegen-jede-rechte-hetze/